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Drift Masters – Saisonauftakt auf dem Vallelunga Circuit bei Rom

Die Drift Masters Saison 2026 ist offiziell gestartet. Am 1. und 2. Mai versammelten sich auf dem italienischen Vallelunga Circuit in der Nähe von Rom insgesamt 41 Fahrer aus der ganzen Welt, um den diesjährigen Kampf um den Meistertitel zu eröffnen. Die Strecke, die bereits ein Jahr zuvor ihr Debüt im Kalender feiern sollte, empfing die Serie letztendlich erst jetzt zum ersten Mal – nachdem die letztjährige Runde abgesagt worden war.

Der Vallelunga Circuit, benannt nach Piero Taruffi, wurde 1951 als sandiges Oval mit einer Länge von 1,77 km errichtet. Heute ist die Strecke Austragungsort zahlreicher renommierter Rennserien wie GT und Formel 4. Das vergangene Wochenende hat bewiesen, dass sie sich auch hervorragend als spektakuläre Bühne für Drift-Wettbewerbe eignet.

Die erste Phase des Wettbewerbs waren die Qualifikationen für die TOP32. Um sich für das Hauptfeld zu qualifizieren, mussten mindestens 78,5 Punkte erzielt werden. Bei einem Fahrerfeld von 41 Teilnehmern bedeutete dies, dass lediglich sieben Fahrer ausschieden. Glücklicherweise befand sich darunter kein Pole – alle Vertreter unseres Landes qualifizierten sich für die nächste Runde.

Das beste Qualifikationsergebnis erzielte Duane McKeever mit 95,5 Punkten. Dasselbe Ergebnis erreichten auch Conor Shanahan und Piotr Więcek, die damit den zweiten bzw. dritten Platz belegten. Paweł Korpuliński beendete die Qualifikation auf dem zwölften Platz mit 91,5 Punkten.

Bereits im TOP32 brachte das Los Paweł Korpuliński mit Jakub Król zusammen – dem aktuellen polnischen Drift-Meister und Nachfolger von Paweł, der diesen Titel in den Jahren 2023–2024 gewonnen hatte. Im ersten Lauf hielt sich Król sehr aggressiv hinter dem Fahrzeug seines Gegners, doch Korpuliński behielt die volle Kontrolle und erarbeitete sich im letzten Streckenabschnitt einen Vorsprung. Im zweiten Lauf fuhr Paweł als Chase-Fahrer und hielt konsequent den engen Abstand zum Gegner, wodurch er sicher ins TOP16 einzog.

Der nächste Gegner des Polen war Mika Keski-Korpi. Der Finne hatte im ersten Lauf große Schwierigkeiten, das Tempo von Korpuliński mitzuhalten. Im zweiten Durchgang zeigte Paweł eine hervorragende Verfolgungsfahrt und „klebte“ förmlich am Fahrzeug seines Gegners, das über 100 PS stärker war. Dadurch zog er verdient ins TOP8 ein – als einer von zwei Polen, die noch im Wettbewerb verblieben waren.

Im Viertelfinale traf Korpuliński auf den Letten Nikolass Bertans. Im ersten Lauf setzte sich der Pole erfolgreich von seinem Gegner ab, der trotz einer sehr aggressiven Fahrweise mehrere Fehler machte. Nach dem Rollenwechsel zeigte Paweł erneut eine starke Verfolgungsfahrt, woraufhin die Richter einstimmig seinen Einzug ins TOP4 bestätigten.

Im Halbfinale standen sich zwei Polen – Paweł Korpuliński und Piotr Więcek – sowie zwei Iren – Conor Shanahan und James Deane – gegenüber. Für Paweł war dies ein weiterer Beweis dafür, dass sein neues Fahrzeug und seine hervorragende Form es ihm ermöglichen, mit den erfolgreichsten Fahrern der Welt mitzuhalten.

Im Kampf um den Finaleinzug traf Korpuliński auf James Deane. Der Ire begann mit einer perfekten Chase-Fahrt und folgte dem Nissan des Polen mit extrem geringem Abstand. Im zweiten Lauf berührte Paweł die Pylonen, wodurch sich der Abstand zwischen den Fahrzeugen vergrößerte. Dies reichte aus, damit die Richter Deane als Finalisten bestimmten.

Damit kam es zu einem irischen Finale und einem polnischen Duell um den dritten Platz. Im „kleinen Finale“ verfolgte Paweł Korpuliński zunächst Piotr Więcek. Nach einem leichten Kontakt mit einer Pylone entstand ein kleiner Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen. Im zweiten Lauf konnte Korpuliński seinem Gegner erfolgreich davonfahren, jedoch hielt Więcek über weite Teile der Strecke einen deutlich geringeren Abstand. Am Ende sicherte sich der Fahrer des Toyota Supra MK5 den Platz auf der niedrigsten Stufe des Podiums.

Sieger der Auftaktrunde wurde der amtierende Drift Masters Champion Conor Shanahan. Der Ire übernahm mit 107 Punkten die Führung in der Gesamtwertung. Zweiter wurde James Deane (89 Punkte), Dritter Piotr Więcek (82 Punkte), während Paweł Korpuliński das Wochenende auf dem vierten Platz mit 64 Punkten beendete.

Die nächste Runde der Drift Masters 2026 findet bereits am 16.–17. Mai auf dem Circuito de Madrid Jarama – RACE statt, wo im vergangenen Jahr der Kampf um den Meistertitel der Serie begonnen hat.

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