Drift Masters – dritte Runde, Mondello Park (Kildare, Irland)
Zum dritten Mal in diesem Jahr traf sich das Fahrerfeld der Drift-Masters-Serie, um um den Titel des Besten zu kämpfen. Diesmal war das irische Kildare mit dem dort gelegenen Mondello Park, der seit Jahren fester Bestandteil des Rennkalenders dieser Serie ist, Schauplatz der Duelle der Drifter aus aller Welt. Zweiundvierzig Fahrer – darunter elf Vertreter des Gastgeberlandes – traten in der vergangenen Runde zum Wettbewerb an.
Bereits die Qualifikation zeigte, dass das Niveau von Runde zu Runde steigt – den Einzug in die TOP32 schafften diesmal Fahrer, deren Läufe von den Punktrichtern mit mindestens 81 Punkten bewertet wurden, während der Sieger der Qualifikation sogar 97,5 Punkte erhielt. Fünf Polen qualifizierten sich für die nächste Phase des Wettbewerbs, wobei Paweł Korpuliński erneut der Beste von ihnen war. In seinem ersten Lauf erzielte er 92,2 Punkte und steigerte sich im zweiten auf 94 Punkte. Am Ende belegte der Pole den fünften Platz, direkt hinter vier Iren – Conor und Jack Shanahan, James Deane und Duane McKeever.
In der TOP32-Phase traf Paweł Korpuliński zunächst auf den Esten Oliver Randalu. Wie gewohnt begann Paweł als Führender des Laufs (Lead) und zeigte eine flüssige Fahrt, nutzte die gesamte Strecke konsequent aus und machte es seinem Gegner schwer, zu seinem Fahrzeug aufzuschließen. Nach dem Positionswechsel blieb der polnische Fahrer von Beginn an sehr dicht an seinem Kontrahenten, kopierte dessen Linie präzise und bestätigte damit seine starke Form. Die Punktrichter entschieden einstimmig über Pawels Einzug in die nächste Phase des Wettbewerbs, in der er auf einen weiteren Polen – Jakub Przygoński – traf.
Im ersten Lauf des polnischen Duells fuhren beide Fahrer dicht beieinander, wobei der Konkurrent alles daransetzte, Paweł einzuholen und seine Fahrlinie möglichst genau zu kopieren. Nach dem Positionswechsel unterlief Kuba jedoch in der ersten Kurve ein Fehler, woraufhin die Punktrichter ihm die Schuld zuschrieben und Paweł den Einzug in die TOP8 ermöglichten. Dort wartete mit Duane McKeever einer der Lokalmatadoren auf ihn.
Das polnisch-irische Duell in dieser Phase brachte eine unerwartete Situation mit sich – McKeever fuhr in der ersten Kurve zu weit nach außen und geriet von der Strecke. Dadurch kam es während des Laufs zu einem Rollenwechsel: Paweł Korpuliński wechselte von der Chase-Position in die Führungsrolle, bewahrte die Ruhe und absolvierte die Strecke souverän. Der zweite Lauf bestätigte lediglich seine starke Form – der Pole wurde von den Punktrichtern einstimmig zum Sieger des Duells erklärt.
Neben dem einzigen verbliebenen Polen qualifizierten sich auch Pesur, Falvey und Alharbali für die TOP4. Letzterer wurde Pawels nächster Gegner. Der polnische Fahrer begann als Leader und konnte sich erfolgreich von seinem Rivalen absetzen, der erst in der dritten Zone auf die Höhe seines Fahrzeugs kam. In der Chase-Rolle präsentierte sich Korpuliński noch stärker, hielt den Abstand minimal und behielt jederzeit die volle Kontrolle über das Fahrzeug. Das reichte aus, damit ihn die Punktrichter ohne Zweifel ins Finale schickten, wo er auf den Iren Conor Falvey traf.
Das Finale sorgte beim heimischen Publikum für enorme Emotionen. Von Beginn an hielt sich Falvey sehr dicht hinter Pawels Fahrzeug, während dieser erneut einen hervorragenden Lauf als Leader zeigte. Die Entscheidung über den Sieg sollte nach dem Rollenwechsel fallen – und dort ließ der Pole keine Zweifel aufkommen. Praktisch am Gegner „klebend“, kopierte er dessen Linie perfekt und sicherte sich damit den Sieg im gesamten Duell.
Damit sicherte sich Paweł Korpuliński den Sieg bei der Drift-Masters-Runde 2026, feierte seinen ersten Triumph in dieser Serie und zugleich seinen zweiten Sieg in Folge in dieser Saison. Den Mondello Park verließ er mit 104 Punkten. Den zweiten Platz belegte Conor Falvey (88 Punkte), Dritter wurde Kevin Pesur (76 Punkte).
Dank seiner hervorragenden Form und spektakulären Läufe kam es zu bedeutenden Veränderungen in der Gesamtwertung. Neuer Spitzenreiter ist Paweł Korpuliński (223 Punkte), vor Conor Shanahan (219 Punkte) und James Deane (215 Punkte). Direkt hinter den Podiumsplätzen liegt Piotr Więcek (202 Punkte), während Mika Keski-Korpi (153 Punkte) die Top Fünf komplettiert.
Die nächste Runde der Serie findet am 11. und 12. Juli in Finnland auf dem Ahvenisto Race Circuit in Hämeenlinna statt. Es werden die ersten Drift-Wettbewerbe auf dieser Rennstrecke sein, was für die Fahrer gleiche Voraussetzungen und für die Fans eine weitere Runde voller Überraschungen bedeutet